Title
Title
Direkt zum Seiteninhalt
  
Auf dieser Seite geht es um Tierimpfungen* – nicht um das FÜR oder WIDER von Tier-Impfungen.
* In diesen Texten beziehe ich mich auf Impfungen bei Hunden.

Impfpflicht
  • Es gibt keine gesetzliche Impfpflicht in Deutschland! (Stand Februar 2019)
  • Wer Hunde nach Deutschland einführt (gilt z.B. auch für die Rückreise aus dem Urlaub von Dänemark, Holland, etc.), der muss eine gültige Tollwutimpfung für sein Tier vorweisen können (ausschließlich Tollwut, Stand Februar 2019).
  • Bei Veranstaltungen kann eine Impfpflicht bestehen. Ein Hund, der nicht geimpft werden kann oder soll, darf in der Regel nicht daran teilhaben.
  • Für Reisen ins Ausland gelten die Bestimmungen des entsprechenden Landes.

Empfehlungen
Zu Impfungen gibt die StIKo Vet Empfehlungen (Ständige Impfkommission Veterinär).
Diese Empfehlungen unterliegen einem ständigen Wandel. Deshalb sollten sich HalterInnen regelmäßig informieren.  
Es gibt zwei verschiedene Empfehlungen zur Grundimmunisierung. Die Wiederholungen der Impfungen werden nicht mehr für alle Impfstoffe jährlich empfohlen und es werden generell auch nicht alle möglichen Impfungen empfohlen. (Stand Februar 2019)

Sonstiges
Tollwut und HCC (Ansteckende Leberentzündung)
Sie stehen bei den Empfehlungen der StIKo Vet in Klammern (Stand Februar 2019). Laut früherer Ausführungen spielt HCC keine Rolle mehr. Und seit 2008 gilt Deutschland offiziell als tollwutfrei.

Core- und Non-Core-Vaccines
Fälschlicherweise wird Core-Vaccines mit „Pflicht“-Impfungen übersetzt und Non-Core-Vaccines mit „Wahlimpfungen“. Da es keine Pflichtimpfungen (in Deutschland, Stand Februar 2019) gibt, kann dies zu Verwirrung führen. Besser übersetzt man es mit Kern-Impfungen und Nicht-Kern-Impfungen.

Mehrfachimpfstoffe
Trotz der Empfehlungen der StIKo Vet (Stand Februar 2019), werden oft nur Mehrfach-Impfstoffe angeboten, die auch die Nicht-Kern-Impfungen enthalten.

Kranke Tiere
Alle Hersteller, deren Beipackzettel (Anwendungshinweise) ich gelesen habe, weisen darauf hin, dass nur gesunde Tiere geimpft werden dürfen. Manche TierärztInnen und HalterInnen wissen das nicht oder ignorieren es.  

Nebenwirkungen
Ein Impfstoff wird als Tierarzneimittel geführt. Jedes Arzneimittel kann Nebenwirkungen haben, denn es beinhaltet viele Stoffe, die auf den Organismus einwirken. Im Fachjargon heißen Nebenwirkungen unerwünschte Arzneimittelwirkungen und werden mit UAW abgekürzt.

Antikörper-Titer
Man kann den sogenannten Antikörper-Titer bestimmen lassen. (Beschreibung bitte selbst recherchieren, da ich den Text hier kurz halten will.)
Der Wert sagt nichts darüber aus, ob ein Tier diese Erkrankung bekommen kann oder nicht. Ein hoher Wert ist also nicht gleichzusetzen damit, dass ein Tier nicht an der getesteten Krankheit erkrankt. Und umgekehrt erkrankt ein Tier nicht, nur weil es einen niedrigen Wert hat.

Schützt eine Impfung zu 100% vor der Krankheit, gegen die geimpft wurde?
Meine Information durch einen Tierarzt, der absolut von Impfungen überzeugt ist, lautet: nein, es gibt keinen 100 prozentigen Schutz durch eine Impfung. Bitte fragen Sie Ihre Tierärztin (m/w). Sagt sie ja, dann könnten Sie sich das schriftlich geben lassen.  

Was macht mich nun bei diesem Thema nachdenklich?
 
Mich macht es nachdenklich, dass man bei jedem Arzneimittel frei darüber diskutieren kann, dass es selbstverständlich auch Nebenwirkungen haben kann. Spricht man das aber bei Impfungen an, wird man oft sofort angefeindet.

Mich macht es nachdenklich, dass in Zeitungsartikeln immer wieder von neu aufkommender Staupe berichtet wird. Auch, wenn im Anschluss kein erhöhtes Aufkommen erkrankter Hunde oder Wildtiere gemeldet wird, glauben viele Menschen beim nächsten mal wieder, dass das stimmt, und rennen los, um ihr Tier impfen zu lassen. Und mich macht es nachdenklich, dass TierärztInnen auf diesen Zug aufspringen.  

Mich macht es nachdenklich, dass manche TierärztInnen Methoden anwenden, die früher religiöse Einrichtungen und Diktatoren genutzt haben, um Menschenmassen zu manipulieren: ich höre und lese immer wieder, dass Menschen, die ihr Tier nicht (mehr) jährlich oder auch gar nicht mehr impfen lassen wollen, durch Angst von ihrer Tierärztin (m/w) zum Teil massiv verunsichert werden.  
Wenn ich bei so etwas nachdenklich werde, komme ich zu dem Schluss, dass es wohl keine Argumente mehr gibt, sonst würden diese TierärztInnen nicht zu solch mittelalterlichen Methoden greifen.

Mich macht es äußerst nachdenklich, dass viele TierhalterInnen nach solch einer Behandlung durch ihren Tierarzt (w/m) das Vertrauen nicht verlieren und weiter zu dem gleichen Tierarzt (w/m) gehen. Mir fällt viel ein, was ich solchen TierärztInnen sagen würde. „Guten Tag, da sind wir wieder!“ gehört nicht dazu!

Mich macht es nachdenklich, dass so viele Menschen sagen „ich habe keine Zeit, mich auch noch DARUM zu kümmern. Dafür haben die TierärztInnen doch studiert.“  
In der heutigen Zeit – auch Informationszeitalter genannt – sollte man wissen, dass (Tier-)ÄrztInnen in vielen Bereichen von Herstellern „geschult“ werden. Dass das nicht unabhängig ist, sollte jedem klar sein.
Und das „DARUM“ aus dem ersten Satz dieses Absatzes ist die Gesundheit eines Tieres, für das ein/e HalterIn die Verantwortung übernommen hat. Mich macht es nachdenklich wie sorglos manche Menschen damit umgehen.



Rechtlicher Hinweis: Diese Seite stellt keinerlei Empfehlung dar, auf die Behandlung durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu verzichten oder auf die von ihm/ihr verordneten Medikamente! Jeder Tierhalter/jede Tierhalterin hat die Verantwortung für die in seiner/ihrer Obhut befindlichen Tiere und hat bei allen Handlungen das Tierschutzgesetzt zu beachten.

Urheberrecht Silke Paschold
Zurück zum Seiteninhalt